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Himalaya Ophthacare, die etwas anderen Augentropfen

In den letzten Monaten habe ich keinerlei neue Augentropfen getestet, vor kurzem wurden mir jedoch die Ophtha Care Augentropfen von einem Arzt empfohlen. 

 

Bei diesen künstlichen Tränen handelt es sich aber keineswegs um die klassischen europäischen Tropfen, nicht einmal ansatzweise. Diese stammen nämlich aus Asien, genauer gesagt aus Indien und Nepal. Normalerweise enthalten hiesige Augentropfen von Hylo, Thea oder Innomedis ja häufig ähnliche Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Carbomer oder auch Dexpanthenol. 

 

Bei diesen Augentropfen findet man dagegen unter anderem folgende Bestandteile:

  • Madhu (Honig)
  • Amalaki (indische Stachelbeere)
  • Kurkuma
  • Myrobalane
  • Yawani (nie davon gehört! ;) ) 

Ich kenne nur einen Bruchteil dieser Bestandteile, somit war ich anfangs doch sehr skeptisch. Ich "kippe" mir ungern etwas in die Augen, was ich nicht wirklich kenne. Der Arzt versicherte mir jedoch, dass diese Augentropfen schon lange erprobt sind und auch von unzähligen anderen Patienten ohne Nebenwirkungen verwendet werden.

 

Zu Hause angekommen habe ich zunächst einmal das Internet danach durchforstet, es gab tatsächlich viele positive Berichte. (am besten einfach selbst danach googeln, dann stößt man sofort auf Feedback)

Ophthacare Augentropfen Abbildung

Ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe verrät einiges

Auch die Inhaltsstoffe wurden in diesen Berichten teilweise ausführlich erklärt und durchleuchtet, die wichtigsten möchte ich auch hier kurz anschneiden. 

 

1) Madhu, ein spezieller Honig

Dieser Bestandteil soll einerseits die Entzündung hemmen und andererseits auch antibakteriell wirken. Dabei ist interessant zu erwähnen, dass z.B. auch die australischen Augentropfen von Melcare auf diese Wirkkomponente zurückgreifen, bekannt ist dieses Produkt auch unter Optimel Manuka Eye Drops. Meinen Bericht darüber findet man hier.

 

2) Amalaki, auch als indische Stachelbeere bekannt

Die indische Stachelbeere ist in Indien und Nepal als "Augenstärker" bekannt, diese soll bei vielen verschiedenen Augenerkrankungen zum Einsatz kommen. (im Endeffekt wie Euphrasia bei uns)

 

3) Haridra, bei uns besser bekannt unter Kurkuma

Kurkuma tritt für gewöhnlich bei Entzündungen auf den Plan und da dies bei Trockenen Augen häufig der Fall ist, wurde auch diese Zutat beigemischt.

 

4) Satapatri, Yawani & Co

Zu diesen Inhaltsstoffen findet man leider wenig bis gar keine Infos im deutsch bzw. englischsprachigen Raum. 

 

Durch einen Linksklick kann man diese Fotos vergrößern und somit einen Blick auf die enthaltenen Substanzen werfen:

Wie fiel letzten Endes der Augentropfen Test aus?

Ein endgültiges Resumé kann ich noch nicht ziehen, da ich diese Tropfen erst seit wenigen Tagen teste. Ein paar Dinge stehen jedoch schon fest:

  1. Zu meinem eigenen Erstaunen brennen diese Augentropfen beim eintropfen überhaupt nicht. (die oben erwähnten Manuka Augentropfen brennen dagegen extrem)
  2. Von der Konsistenz her sehr flüssig, verteilt sich optimal auf der Augenoberfläche, fühlt sich auch angenehm an. 
  3. Die Befeuchtung ist leicht bis mäßig, also keine Sensation.
  4. Die Wirkung ähnelt den Cortison-Augentropfen, die Bindehaut wird tatsächlich weißer, sprich die für gewöhnlich bei Trockenen Augen leichte Entzündung der Augenpartie wird verringert.
  5. Ich habe auch ansonsten keinerlei Nebenwirkungen feststellen können. (keine Rötung, Reizung etc.)

Alles Wesentliche nochmal im Überblick

Pro

  • mal ein komplett anderer Ansatz
  • natürliche Wirkstoffe, die theoretisch auch beim Trockenen Auge helfen sollten 
  • keine spürbaren Nebenwirkungen
  • den Hersteller gibt es seit 1930

Contra

  • in Deutschland nicht erhältlich
  • enthält ein Konservierungsmittel
  • die Haltbarkeit nach Anbruch ist nicht angegeben 

Pro und Contra, Daumen hoch bzw. runter

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Kommentare: 4
  • #1

    Niklas (Dienstag, 18 August 2020 21:09)

    Hast Du vielleicht einen Link wo Du die Tropfen bestellt hast? Ich habe aktuell irgendwie nichts gefunden wo die nach Deutschland geliefert werden...

    Vielen Dank! :)

  • #2

    Florian (Gründer dieser Webseite) (Mittwoch, 19 August 2020 15:58)

    Hallo Niklas,

    ich habe sie direkt vom Arzt als Muster erhalten... er sagte schon, dass sie in DE schwer erhältlich sind. Ich kann ihn nochmal fragen, wo er sie genau bezogen hat.

    Evtl. klappt es über Amazon.com oder auch Ebay.

    Viele Grüße

    Florian Nitzinger

  • #3

    Frank Rosskopf (Mittwoch, 16 September 2020 12:23)

    Hallo Florian, vielleicht erinnerst du dich noch, wir hatten schon mal per Email Kontakt miteinander.
    Interessant finde ich die Himalaya Ophtha Care Augentropfen da diese sich doch ganz klar von den "herkömmlichen" Produkten unterscheiden.
    Meine Frage geht dahin ob du den Konservierungsstoff kennst? Und andererseits würde mich der Name des Augenarztes interessieren der dir dieses Produkt empfohlen hat.
    Denn mich würde sehr die Indikation interessieren, bei welchen klinischen Sicca-Zeichen er diese Augentropfen empfiehlt.
    Die anderen Fragen würde ich direkt mit der Company klären (Preis, Bestellmenge Shipping.....).

    Besten Dank im voraus für deine Antwort.
    Beste Grüsse aus der Schweiz
    Frank Rosskopf
    frankrosskopf@bluewin.ch

  • #4

    Florian (Gründer dieser Webseite) (Mittwoch, 16 September 2020 13:59)

    Hallo Frank,

    ich bin bezüglich der Konservierungsstoffe leider auch kein Profi, denn in der Regel mache ich sowieso einen Bogen um konservierte Augentropfen. (nur diesen wollte ich halt eine Chance geben)

    Du hast aber absolut recht, der Ansatz ist wirklich interessant. Evtl. produziert auch ein deutscher bzw. europäischer Hersteller künftig mal solche oder ähnliche Augentropfen... denn mit dem Import wird es wahr. nicht so einfach sein.

    Viele Grüße aus Salzburg

    Florian

    PS: Die Namen der Augenärzte veröffentliche ich grundsätzlich nicht, das gilt bei allen Themengebieten auf meiner Webseite. Nicht jeder möchte mit seinen Aussagen in der Öffentlichkeit stehen, das muss man akzeptieren. Ich werde bei diesem Arzt aber nochmal nachfragen, ob ich seinen Namen preisgeben darf. (bzw. ist es eine größere Praxis mit mehreren Ärzten)