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Wie Serumaugentropfen Alexandra geholfen haben

Gastartikel von Alexandra

Hallo, mein Name ist Alexandra, ich bin 25 Jahre alt und komme aus Salzburg in Österreich.

Im April 2018 bekam ich von einem Tag auf den anderen Symptome, von denen ich jetzt weiß, dass sie von trockenen Augen kamen. Meine Augen brannten, tränten und ich wollte sie am liebsten die ganze Zeit schließen.

 

Da damals die Allergiesaison anfing und in diesem Jahr sehr intensiv war, war meine erste Vermutung, dass ich jetzt wohl eine Pollenallergie entwickelt habe, also ging ich zu meinem HNO-Arzt, der einen Allergietest machte und das ausschloss, also gings weiter zur Hausärztin, die mich dann zur Augenärztin schickte.

Pollen reizen die Augen

Die Augenärztin verschrieb mir die Thealoz Duo Augentropfen und sagte ich solle 3-4 mal täglich eintropfen, was nichts half. Es ging also wieder zur Hausärztin, die auch nach 2 Allergietests immer noch die Theorie aufstellte, dass es irgendetwas mit einer Allergie zu tun hatte und auch zum Internisten, der einfach nur unverschämt war und mich tatsächlich gefragt hat: „Sie sind ja noch eine junge Frau, kann es sein, dass Sie sich das alles nur einbilden, weil Sie keinen Freund haben?“. An diesem Punkt war ich wirklich verzweifelt, weil meine Symptome immer schlimmer wurden, ich hatte ein ständiges Druckgefühl in den Augen, und mich keiner der Ärzte bei denen ich war ernst nahm.

 

Meine Freunde und Familie nahmen mich zwar ernst, aber ich hatte das Gefühl, dass ich nur mehr über meine Augen redete und ich dachte auch über nichts anderes mehr nach. Ich probierte sehr vieles aus, war bei vielen Augenärzten, auch Ärzten die auf alternative Therapiemethoden spezialisiert waren, Akupunktur, versuchte Hausmittel, Ernährungsumstellungen, Punctum Plugs und gefühlt alle Augentropfen die es gibt und nichts brachte auch nur irgendeine Art von Linderung. Natürlich habe ich dadurch sehr viel Geld ausgegeben, doch ich hätte tatsächlich alles gezahlt um dieses Problem wieder loszuwerden.

 

Im März 2019, also nach ziemlich genau einem Jahr, wurde mir das dann alles zu viel und ich ging für 2 Monate in Krankenstand, währenddem ich dann auch gekündigt wurde. Was man dazusagen sollte ist, dass ich eine angeborene, sehr seltene Muskelerkrankung (die nichts mit den Augen zu tun hat) habe, wegen der ich in meiner Kindheit viel Zeit bei Ärzten und in Krankenhäusern verbracht habe, weswegen auch mein Verhältnis zu Ärzten generell schwierig ist.

Augenarzt

Ich ging dann für einen Monat in die psychosomatische Tagesklinik der Salzburger Landeskliniken, was super war, denn dadurch wurden alle Tests bezüglich Rheuma, usw. viel schneller möglich, als wenn ich nur eine Überweisung vom Hausarzt gehabt hätte. Diese Zeit in der Tagesklinik war mein absoluter Tiefpunkt und ich wurde auch mit einer schweren Depression diagnostiziert (die meiner Meinung nach auf die trockenen Augen zurückzuführen war).

 

Ich bekam in dieser Zeit dann 20 % Humanalbumin Augentropfen verschrieben, die nur nach ansuchen bei der Krankenkasse überhaupt hergestellt werden und zwar jede Woche frisch. Kurz nachdem ich mit den Augentropfen angefangen habe, fing ich auch an Cipralex 10 mg (Antidepressivum) zu nehmen und in Psychotherapie zu gehen. Ich hatte nicht mehr viel Hoffnung in irgendwelche Augentropfen und war umso überraschter als ich gleich beim ersten eintropfen eine sehr kleine Linderung verspürte. Diese Augentropfen nahm ich dann von April bis September 2019, anfangs stündlich und dann immer weniger, bis ich sie am Ende nur mehr 1-2 mal täglich nahm.

 

Im Mai fing ich dann auch wieder an zu arbeiten. Im September schlug meine Augenärztin vor „normale“ Augentropfen zu probieren, da die Humanalbumintropfen so aufwändig in der Beschaffung sind. Seitdem verwende ich Thealoz Duo, ich tropfe einmal morgens ein und im Laufe des Tages nach Bedarf, aber meistens bleibt es bei einmal morgens. Auch die Psychotherapie und die Antidepressiva habe ich wieder abgesetzt. Meinen Augen geht es fast wieder wie früher und ich bin einfach nur überglücklich. Allen die das lesen wünsche ich viel Glück und das Durchhaltevermögen die richtige Therapie zu finden!

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